Samstag, 30. August 2014

Neuhängung der Galerie Neue Meister im Albertinum

Die Galerie Neue Meister präsentiert sich nach kurzer Umbauphase im zweiten Obergeschoss des Albertinums mit einer neuen Hängung. Die Chance zur Veränderung bot sich mit dem Ende der Ausstellung „Otto Dix. Der Krieg – Das Dresdner Triptychon“. 



Die berühmten Werke der Dresdner Künstlergruppe „Die Brücke“, darunter Gemälde von Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller und Karl Schmidt-Rottluff, sowie neue Dauerleihgaben aus Privatbesitz, unter anderem Werke von Wassily Kandinsky und Marc Chagall, sind ab sofort im Südflügel des Albertinums im großen Mittelsaal ausgestellt. Das kürzlich erworbene Kinderbildnis „Gitta Wallerstein“ von Oskar Kokoschka wird nun ebenso wie Otto Dix‘ Meisterwerk „Der Krieg“ in neuem Kontext zu sehen sein.
In weiteren Sälen werden Hauptwerke der figürlichen Malerei aus der Zeit nach 1945, darunter Hans Grundigs Triptychon „Das Tausendjährige Reich“ und Wilhelm Lachnits „Der Tod von Dresden“ präsentiert. Sie entstanden in Reaktion auf die Herrschaft der Nationalsozialisten und den Zweiten Weltkrieg. Werke von Hermann Glöckner zeigen im Vergleich dazu die Vielfalt der künstlerischen Tendenzen in der Nachkriegszeit.
Subtiles Material- und Farbempfinden kennzeichnet die Gemälde der Dresdner Maler Theodor Rosenhauer und Josef Hegenbarth, deren Mentorenrolle für die tiefgründig-humorvollen Werke von Peter Graf in der neuen Hängung sichtbar wird. Wolfgang Mattheuers symbolgeladener Sisyphos-Zyklus aus den 1970er Jahren sowie Werke von Bernhard Heisig, Hubertus Giebe, Thea Richter und Olaf Nikolai verweisen eindrucksvoll auf gesellschaftliche Spannungen und Widersprüche zur Zeit der DDR. 
Gemälde:Karl Schmidt-Rottluff, Nach dem Bade, 1912,
88 x 95,5 cm, Galerie Neue Meister © Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Foto: Jürgen Karpinski
Quelle: skd Dresden

Kunstwerke aus der Gemäldegalerie Alte Meister gehen auf Reisen

München, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung Rembrandt – Tizian – Bellotto.
22. August – 23. November 2014
Groningen, Groninger Museum Het Geheim van Dresden. Van Rembrandt tot Canaletto
13. Dezember 2014 – 25. Mai 2015
Wien, Winterpalais des Prinzen Eugen (Österreichische Galerie Belvedere) Rembrandt – Tizian – Bellotto Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie
11. Juni – 26. Oktober 2015

Seit Beginn der Generalsanierung des Semperbaus am Zwinger im Jahr 2013 zeigt die dort beheimatete Gemäldegalerie Alte Meister in der Westhälfte des Gebäudes rund 400 Werke, während in der Osthälfte die Bauarbeiten in vollem Gange sind. Damit sind weit mehr als die Hälfte der sonst im gesamten Gebäude ausgestellten Gemälde für das Publikum zugänglich. Seit Frühjahr 2013 ist diese Auswahl Alter Meister in neuen Konstellationen zu sehen. Die Gemälde sind in einem Rundgang durch die europäische Kunstgeschichte vor Augen geführt, die als eine gesamtheitliche historische Entwicklung erzählt und nicht – wie zuvor – getrennt nach Schulen gezeigt wird. Die bekannten und beliebten Meisterwerke des Museums, allen voran die „Sixtinische Madonna“ (1512/13), aber etwa auch Correggios „Heilige Nacht“ (1522/30), Vermeers „Brieflesendes Mädchen“ (um 1659) oder Bellottos „Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke“ (1748) sind in diesem Rundgang zu sehen. Da aber bis zu Beendigung der Baumaßnahme etwa 300 Werke nicht gezeigt werden können und weil die Sammlung auch über einen reichen Bestand im Depot verfügt, bot sich eine weitere Chance: 99 Gemälde wurden für eine große Wanderausstellung ausgewählt, mit der die Gemäldegalerie Alte Meister in München, im niederländischen Groningen und in Wien auftreten wird. Zum Auftakt sind die Arbeiten unter dem Titel „Rembrandt – Tizian – Bellotto. Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie“ ab dem 22. August in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München zu Gast. Zu sehen sind etwa Meisterwerke wie Rembrandts „Ganymed in den Fängen des Adlers“, Tizians „Dame in Weiß“ oder Antoine Watteaus „Liebesfest“. Auch Künstler wie Guercino, Velázquez und van Dyck sind mit bedeutenden Arbeiten vertreten. Die auf Dresdner Seite von Bernhard Maaz, Ute Christina Koch und Maike Hohn konzipierte Ausstellung beleuchtet in sieben thematischen Sektionen die Geschichte und Entstehung der Sammlung in der Zeit von Barock und Aufklärung. Werkgruppen zur höfischen Welt in Sachsen und zur Gründung der Dresdner Kunstakademie vor 250 Jahren geben Einblick in das historische Umfeld, in dem die Sammlung zu ihrer Blüte gelangte. Unter der Herrschaft der kunstsinnigen sächsischen Könige von Polen August II. und August III. erhielt die Galerie im 18. Jahrhundert ihr einzigartiges und bis heute prägendes Profil. Ein weiterer Themenkomplex gilt der historischen Präsentation der Bestände in der Dresdner Gemäldegalerie. Der für die Kunstgeschichte und Archäologie damals maßgebliche Autor und geistige Begründer des deutschen Klassizismus Johann Joachim Winckelmann hat die Sammlung vielfach besucht. Seine Beschreibungen vermitteln ein anschauliches Bild von der königlichen Galerie in der Mitte des 18. Jahrhunderts, das in der Ausstellung über Werkauswahl und Hängung wieder lebendig wird. Die Dresdner Galerie übte eine große Anziehungskraft auf Künstler vieler Länger aus. Die Schau thematisiert den Einfluss bedeutender Dresdner Werke von Raffael und Correggio über Salvator Rosa bis Antoine Watteau auf die künstlerische Produktion durch Kopien und freie Aneignungen, die nach diesen Werken entstanden. Der Katalog zur Ausstellung enthält neben einem Grußwort des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, Texte zahlreicher namhafter Autoren.
Gemälde:
Rembrandt, Ganymed in den Fängen des Adlers, 1635, Öl auf Leinwand, Gemäldegalerie Alte Meister © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Elke Estel/Hans-Peter Klut
Quelle:skd Dresden

Samstag, 16. August 2014

16. Stadtfest in Dresden im August 2014

Das  16. Dresdner Stadtfest steht unter dem Motto "Canaletto" . Die gesamte Innenstadt ist ein großer Festplatz und der Gast kann vom Albertplatz in der Neustadt bis zum Altmarkt in der Dresdner Altstadt schlendern und für jeden Geschmack ist etwas dabei: kulinarisch sowie auch kulturell, vom Mittelaltermarkt über klassische Musik bis zu Konzerten von angesagten Trendbands.

Montag, 11. August 2014

Baustelle Sempergalerie im Zwinger

Wo sonst eine der renommiertesten Gemäldesammlungen der Welt bestaunt werden kann, bestimmt aktuell eine Baustelle das Bild. Die Sanierungsarbeiten an der Sempergalerie im Dresdner Zwinger gehen weiter voran. Inzwischen sind die meisten Ausstellungsräume wieder im Rohbauzustand. Der Ostflügel soll im Frühjahr 2015 fertig saniert sein.
Dafür sorgt – neben den Gemälden selbst – ein neues Lichtkonzept, das auf Tageslicht setzt und künstliche Beleuchtung so weit wie möglich reduziert. Zudem soll es Besuchern künftig erleichtert werden, sich zwischen den Gebäudeteilen barrierefrei zu bewegen. In den kommenden Wochen wird dafür an Durchbrüchen für Treppen und Aufzüge gearbeitet. Dadurch wird auch ein benötigter Fluchtweg geschaffen.
Das Museum bleibt während der gesamten Bauphase für die Besucher offen. Aktuell sind die Gemälde im Westflügel zu sehen. Im nächsten Sommer zieht die Ausstellung in den dann fertigen Ostflügel, damit der Westflügel saniert werden kann. 2017 soll auch diese Maßnahme beendet sein. Insgesamt kostet das Projekt den Freistaat rund 47 Millionen Euro. Nötig wurde die umfangreiche Sanierung aufgrund von Wasserschäden.
Quelle:DRESDENEINS.TV