Donnerstag, 7. November 2013

Paradetextilien Augusts des Starken


1697 und 1719  Die Originale und ihre fadengenaue Rekonstruktion für das Residenzschloss
Eine Sonderausstellung der Rüstkammer im Residenzschloss, Neues Grünes Gewölbe, Sponselraum
13. November 2013 bis 24. Februar 2014 
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr, dienstags geschlossen

Paradetextilien hatten in der barocken Herrscherinszenierung zentrale Bedeutung. Sie waren in ihrer herausragenden Qualität – Kostbarkeit, Farbe, Glanz und Dessin – auf eine bestimmte fürstliche Herrscherpersönlichkeit und auf ein bedeutendes zeremonielles Ereignis ausgerichtet. Ihre Bewahrung und Zurschaustellung waren Bestandteil dynastischer Geschichtsschreibung.
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden verwahren zwei bedeutende, komplexe Zeugnisse von Paradetextilien aus der Regierungszeit Augusts des Starken: die „königliche statua“ mit dem Krönungsornat von 1697 und das einst im zweiten Obergeschoss des Dresdner Residenzschlosses befindliche, vollkommen mit Prunktextilien ausstaffierte Paradeappartement von 1719. In diesem befanden sich das Audienzgemach mit dem Thron und das Paradeschlafzimmer mit dem Imperialbett.
Die Sonderausstellung „Paradetextilien Augusts des Starken 1697 und 1719. Die Originale und ihre fadengenaue Rekonstruktion für das Residenzschloss“ dokumentiert das hohe Niveau der Textilkunst. Sie präsentiert Goldstoffe und Seidensamte in Königsblau, Karmesinrot und „Sächsischem Grün“ sowie schwere Goldstickereien und Goldposamente.
Die Ausstellungsstücke der Rüstkammer zeigen auch eine goldene Kronhaube, Römische Waffenröcke und Stiefel von Silberstoff mit Goldposamenten als Originale. Ein weiteres Highlight ist ein 19 Meter langer Samtbrokat mit goldenem Granatapfelmuster als Rekonstruktion des Krönungstalars. Aus dem Paradeappartement werden einer von zwölf ganzen goldgestickten Pilastern, originale Goldbehänge vom Thronbaldachin sowie Rekonstruktionen von Goldbrokat, Samten, Goldposamenten und einer Tapisserie vorgestellt. 
Quelle: staatliche Kunstsammlungen Dresden


Goldposamenten für die Thronrückwand,
Original: Leipzig, 1719, Rekonstruktion: Dresden, Schink-Posamenten, 2011
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden,
Foto Carola Finkenwirth

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