Mittwoch, 3. Juli 2013

Archäologische Ausgrabungen am Neumarkt

Hinter dem Kulturpalast wird demnächst ein neues Stück barockes Dresden neu entstehen. Am Jüdenhof lässt der schwäbische Investor Michael Kimmerle einen barocken Gebäudekomplex im Flair einer italienischen Piazetta aufbauen.
Leitbauten sollen das Triersche Haus in der Sporergasse und das Dinglinger Haus an der Ecke Jüdenhof sein. Die Häuserfront am Jüdenhof und zur Sporergasse werden dabei nach historischen Vorbild aufgebaut, zum Kulturpalast sollen die Fassaden modern werden.

Vorher haben die Archäologen vom Landesamt Archäologische Denkmalpflege einen Großteil der alten Keller freigelegt. In einem dieser Häuser wohnte zur Zeit August des Starken Georg Christoph Dinglinger, ein Bruder des berühmten königlich- sächsischen Hofjuweliers Johann Melchior Dinglinger. Das Haus wurde damals vom Zwingerbaumeister Daniel Matthäus  Pöppelmann entworfen und galt als Höhepunkt der Dresdener Barockarchitektur.
Dabei wurde festgestellt, dass die nach dem 2. Weltkrieg mit Bauschutt verfüllten und nun freigelegten Keller noch älter sind und aus dem 15. Jahrhundert stammen. Das Gebiet gehört zu Dresdens mittelalterlichen Stadtkern. Seit dem Mittelalter waren hier die Straßenzüge rasterförmig angelgt worden und danach orientierten sich dann die nachfolgenden Bauherren und liesen das, was noch brauchbar war für ihre neuen Bauten verwenden. Alle Funde werden fotografiert, dokumentiert  und wichtige Stücke werden nach der Bergung in die Zentrale des Landesames nach Dresden Klotzsche gebracht.

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