Mittwoch, 21. September 2011

Bernardo Bellotto: Der Canaletto Blick Das restaurierte Meisterwerk

Vor rund 250 Jahren wirkte der berühmte venezianische Maler Bernardo Bellotto in Dresden als königlicher Hofmaler unter August dem III. und malte 1748 die Vedute „Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke“.Als Namensgeber des sog. »Canaletto-Blicks« prägte dieses Gemälde seitdem die Wahrnehmung der Stadt Dresden wie kein zweites Bild.
Nach fast 200 Jahren Ausstellungsgeschichte stellte Experten 2009 fest, dass das Gemälde in einem schlechten Zustand ist und nicht weiterhin der Öffentlichkeit gezeigt werden kann, sondern grundlegend restauriert werden muss.
Um das Meisterwerk in einem möglichst authentischen Zustand auch für nachfolgende Generationen zu erhalten, war eine schonende Reinigung und grundlegende Restaurierung dringend notwendig, jedoch fehlten der Gemäldegalerie die notwendigen finanziellen Mittel. Auf Initiative der Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen »Museis Saxonicis Usui« wurde zu einer großen Spendenaktion »Für Canaletto« aufgerufen und die notwendige Summe durch Spenden zusammen getragen. Etwa 1,5 Jahre arbeitete die externe Restauratorin Sabine Bendfeld an dem Gemälde. Nun erstrahlt es für nachfolgende Generationen in heller Farbigkeit und wird vom 26. August bis zum 20. Novembern 2011 in einer Sonderausstellung in den neuen Räumen der Gemäldegalerie Alte Meister im Erdgeschoß des Deutschen Pavillons (Zugang über die Rüstkammer) zu sehen sein.

Sonntag, 4. September 2011

„Himmlischer Glanz- Raffael, Dürer und Grünewald malen die Madonna“

Sonderausstellung in der Gemäldegalerie Alte Meister

6. September 2011 bis 8. Januar 2012
Die kleine, aber hochkarätige Schau findet anlässlich des Papstbesuchs in Deutschland statt. Der Vatikan ist dabei Partner der Staatlichen Kunstsammlungen. Die Exposition eröffnet zugleich das Jubiläumsjahr 2012: Dann wird die «Sixtinische Madonna», kurz «Sixtina» genannt, 500.
Vor 500 Jahren schuf Raffael in Rom gleich zwei Meisterwerke der Renaissance: die „Sixtinische Madonna“ und die „Madonna di Foligno“. Raffael malte die mehr als drei Meter hohe Altartafel der Madonna die Foligno“ zwischen 1511 und 1512. Im Sommer 1512 bekam er vom Papst Julis II. den Auftrag die „Sixtinische Madonna“ für die Kirche in Piacenza zu malen. Beide Gemälde müssten also damals gemeinsam in Raffaels Atelier gestanden haben.
Jetzt werden sie erstmalig wieder vereint gezeigt. Die Ausstellung wird sich mit der Geschichte der Madonnenbilder befassen. Die «Sixtina» bleibt an ihrem Platz, die Madonna des Papstes hängt zu ihrer Seite. Um die beiden werden andere Gemälde, Zeichnungen und Bücher gruppiert. Zwei Drittel kommen als Leihgaben aus großen Museen, darunter die «Stuppacher Madonna» von Matthias Grünewald, ein 1516 entstandenes Wallfahrtsbild aus der Pfarrkirche Mariä Krönung in Stuppach in Baden-Württemberg, eine Studie zur «Madonna die Foglino» von Raffael aus dem British Museum in London und Albrecht Dürers «Dresdner Altar» (um 1496) aus eigenem Bestand.