Donnerstag, 21. Juli 2011

Panometer in Dresden

Der Architekt und Künstler Prof. Yadegar Asisi betreibt seit 2006 im alten Gasspeicher in Dresden Reick ein Panoramaprojekt namens DRESDEN 1756. Gezeigt wird auf einer 28 m hohen und 700 kg schweren Leinwand ein 360 Grad Gemälde von Dresden um 1756, und zwar genau vom dem Tag, an dem die Preußen in Sachsen einmarschieren und 9 Tage später Dresden erreichen. Es war der Höhepunkt des augusteischen Barock in Dresden. Der Besucher ist dabei nicht mehr der Betrachter von außen, sondern er steht mitten im Bild.
Am 2. Dezember 2011 erwartet die Dresdner und ihre Gäste nun das 2. Highlight: das antike Rom 312. Es zeigt den Tag, an dem der Kaiser Constantin erstmals von christlichen Priestern empfangen wird und damit das Christentum als römische Staatsreligion eingeführt wird. Dieses Panoramabild begeisterte bereits Tausende Besucher in Leipzig. Für Dresden wurde es überarbeitet. Prof. Asisi will in den kommenden Jahren noch weitere Panoramen präsentieren, die dann im Wechsel gezeigt werden sollen, u.a. die untergegangene TITANIC.

Sonntag, 10. Juli 2011

Lukáš Rittstein: "TOUR" vom 23. Juni bis 30. September 2011

Der zeitgenössige tschechische Künstler Lukáš Rittstein präsentiert von Juni bis September 2011 ein ungewöhnliches Kunstwerk auf der Brühlschen Terrasse, der beliebten Flaniermeile. Eigentlich ist die Brühlsche Terrasse für den Verkehr gesperrt und doch wurde dort ein Bus wie zufällig abgestellt. Beim näheren Hinsehen bemerkt man, dass der Bus nicht fahrbereit ist, sondern im vorderen Bereich durch ein großes Stahlrohr durchdrungen wird, sodass der Blick in den Himmel anstatt in den Bus geführt wird.
Rittstein provoziert so die Sehgewohnheiten der Passanten und regt sie zur Auseinandersetzung mit seinem Kunstwerk an.
Im Bus können die Besucher auf zwei Fernsehern einen ethnographischen Dokumentarfilm des tschechischen Anthropologen Leopold Pospíšil über eine Zwangsheirat in Neuguinea sehen.
Rittstein bereiste gemeinsam mit der tschechischen Fotografin und Malerin Barbora Šlapetová mehrfach Neuguinea und dokumentierte den ersten Kontakt mit Stämmen, die dort bis heute vollkommen isoliert leben. Dabei kam ihm auch die Idee zu dieser Installation.
„Obwohl die Plätze eine spektakuläre Aussicht bieten könnten, bleibt der Blick in Fahrtrichtung versperrt. Sinn und Ziel der Zeitreise auf dem Planeten Erde sind unbekannt“, erklärt Rittstein.
Die erste Station dieser „TOUR“ war Prag, nun wird die Installation in Dresden zu sehen sein, bevor sie die Reise um den Globus fortsetzt.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Albertinum: 4. Schaukabinett „Das Ich im Wir. Künstlerbildnisse in der DDR“

5. Juli bis 30. Oktober 2011
In der 4. Folge des „Schaukabinetts“ im Albertinum werden 11 Künstlerbildnisse aus der DDR präsentiert. Die Galerie Neue Meister verfügt über 40 Gemälde zu diesem Thema und hat davon für diese Ausstellung eine kleine Auswahl getroffen.
Künstlerportraits geben uns einen Blick auf das Selbstverständnis der abgebildeten Person. In der DDR sollten die Künstler mit ihrem Schaffen zur Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft beitragen. Oft war dies im Widerspruch zu den Autonomieansprüchen der Künstlerpersönlichkeiten. Wie unterschiedlich sich die Künstler in diesem Spannungsfeld bewegten soll in dieser Ausstellung deutlich gemacht werden. Darunter sind u.a. Werke der Maler Ernst Hassebrauck, Erich Gerlach, Peter Graf, Bernhard Heisig, Siegfried Klotz, Arno Rink, Wolfram Adalbert Scheffler, Eva Schulze-Knabe und Willy Wolff, die von 1947 bis 1987 entstanden.