Samstag, 31. Juli 2010

Historisches oder neues Grünes Gewölbe?

Vielen Touristen ist der Unterschied zwischen dem Historischen und Neuem Grünen Gewölbe unklar. Meist sind sie der Meinung, im Neuen Grünen Gewölbe (NGG) moderne Kunst zu sehen.
Der Name bezieht sich aber nur auf die Ausgestaltung der Räume. Von den etwa 4.000 Pretiosen, die das Herrschergeschlecht der Wettiner im Laufe mehrerer Jahrhunderte gesammelt hatte, befinden sich etwa 3.000 Kunstwerke im Historischen Grünen Gewölbe (HGG) und die restlichen 1.000 im Neuen Grünen Gewölbe (NGG). Bis zum 2. Weltkrieg waren alle diese Kunstwerke im Erdgeschoss des Dresdner Schlosses ausgestellt. Während des Krieges brauchte man sie in Sicherheit und so überstanden sie unbeschadet die Kriegswirren, wurden jedoch danach in die damalige Sowjetunion abtransportiert. In den 50- er Jahren gab man sie der damaligen DDR zurück, nur war die historische Innenstadt von Dresden stark zerstört und man hatte keine Möglichkeit alle Kunstwerke auszustellen. Ein Teil der Kunstwerke wurde im Albertinum am Ende der Brühlschen Terrasse ausgestellt, der größere Teil kam vorerst in das Kunstdepot.
Mit dem Wiederaufbau des Schlosses sind nun seit 2006 alle Kunstwerke im Dresdner Schloss vereint, aber diesmal in 2 verschiedene Etagen ausgestellt.
Im Erdgeschoss befindet sich das Historische Grüne Gewölbe, wo die Räumlichkeiten so restauriert wurden, wie dies damals unter August dem Starken repräsentiert wurde: die Wände mit Spiegeln versehen und auf Rehfußtischchen und Konsolen werden die Kunstwerke davor frei im Raum ohne Vitrinen ausgestellt. Man geht also „in die Vitrine hinein“ und so ist die Besucherzahl pro Stunde begrenzt, sodass man sich die Eintrittskarte im Internet vorbestellen muss bzw. früh um 10 Uhr an der Kasse im Schloss eine begrenzte Anzahl von Tageskassen kaufen kann.
In der 1. Etage im Neuen Grünen Gewölbe (NGG) sind die 1.000 Highlights in modernen Vitrinen ausgestellt und man kann die Kunstwerke genaustens betrachten. Für dieses Museum braucht man keine limitierte Zeitkarte, es ist innerhalb der Öffnungszeiten jederzeit mit einer gültigen Eintrittskarte zugänglich. Hier kann der Gast u.a. den Kirschkern mit den 185 Köpfen betrachten, den Hofstaat zu Delhi, das Goldene Kaffeezeug, eine Fregatte aus Elfenbein, den Grünen Diamanten und viele weitere Kunstwerke.
Wenn Sie Interesse an einer Führung durch das NGG haben, so können Sie hier buchen.

Dienstag, 27. Juli 2010

Hotelkapazität in Dresden

In Dresden gibt es gegenwärtig 107 Hotels mit einer Bettenkapazität von 17.342 Betten. Die durchschnittliche Auslastung der Hotelzimmer lag 2009 kaum über 50%, wobei 70% Auslastung optimal wären. Somit zählt Dresden zu den deutschen Großstädten mit den günstigsten Hotelzimmern.
Weitere neue Hotels werden demnächst eröffnen: am Altmarkt das NH Hotel, in der Nähe des Palaisplatzes ein Motel, am Dr. Külz-Ring ein Holiday Inn Express und in der Altmarkt Galerie ein Etap Hotel. An der Schlosstrasse wird das Swissôtel errichtet und für den Postplatz ist ein weiteres Hotel in Planung.
Laut Herrn Hans J. Kauschke, Direktor des Steigenberger Hotel de Saxe hat Dresden damit mehr als 1.500 zusätzliche Hotelbetten zur Verfügung. Weitere acht Baugenehmigungen für Hotels wurden vergeben. Unklar ist aber, ob die Investoren weiter an ihren Bauplänen festhalten.
Sollten sie sich für einen Besuch der Stadt Dresden entscheiden, so können Sie hier eine Stadtführung durch die historische Innenstadt buchen.

Freitag, 23. Juli 2010

3. Barockfest 2010

Von Freitag, den 23.07. bis zum Sonntag, den 25.07.2010 findet rechtselbig zwischen der Augustusbrücke und der Marienbrücke in Höhe des Japanischen Palais das 3. Barockfest statt. Nachstehende Höhepunkte sollte man sich nicht entgehen lassen:
- barocker Markt zum Thema 18. Jahrhundert zwischen Adel, Kaufleuten, Künstlern, Handwerkern, Händlern und Bürgertum.

Samstag, den 24.07.2010
11:00 - 12:00 Uhr Höfisches Flanieren im Garten des Japanischen Palais
15:00 - 16:30 Uhr Militär-historisches Manöver am Elbufer (Neustadt, Höhe Augustusgarten)
17:00 - 18:00 Uhr Historischer Umzug mit allen Teilnehmern
19:00 Uhr Empfang mit Vorstellung aller Teilnehmer bei Hofe. Alleinstehende Damen werden durch einem Höfling begleitet und ebenfalls dem König vorgestellt.
22,30 Uhr Fackel Defilee

Sonntag, den 25.07.2010
09:30 Uhr Abschlussappell
10:00 - 14:00 Uhr Barock-historischer Markt
ab 11:00 Uhr höfisches Flanieren der erlauchten Gesellschaft, jeder für sich oder in Gruppen, nicht organisiert, höfisches Treiben am Pagodenzelt

Blaues Wunder

Ab dem 26. Juli bis zum 1. Oktober 2010 wird das Blaue Wunder an verschiedenen Stellen gestrichen, aber nicht mit neuer Farbe, sondern mit einem Korrosionsschutz. Dabei werden nur örtliche Schäden behoben, die im Ergebnis der letzten Brückenhauptprüfung als dringend eingestuft worden sind. Die Kosten belaufen sich auf etwa 177.000 €. Der Fahrzeugverkehr soll davon unberührt bleiben.
Die Brücke wurde von 1891 bis 1893 nach Plänen der Ingenieure Claus Köpke und Manfred Krüger als König- Albert Brücke erbaut. Die pfeilerlose Hängebrücke hat eine Gesamtlänge von 286 m. Dafür wurden etwa 3.200 Tonnen Stahl aus der Königin Marie Hütte aus Zwickau geliefert und mit über 200.000 Nieten im Fachwerkstil zusammen genietet. Die heutige Loschwitzer Brücke, im Volksmund „Blaues Wunder“ genannt, steht heute unter Denkmalschutz.

Elbwiesen werden abgebaggert

Bis Juli 2010 wurden die rechtselbigen Wiesen auf Höhe des Japanischen Palais abgebaggert. Grund dafür war die über viele Jahrzehnte dauernde Ablagerung von Flusssedimenten bei Hochwassern. Dadurch hat sich der Abflussquerschnitt der Elbe bei Hochwasser vermindert. Um die Abflussbedingungen zu verbessern wurden nun 21.000 m³ Flutsedimente entsorgt. Im Anschluss an die Erdarbeiten werden bis Ende September 2010 wiesentypische Pflanzen ausgesät, wie z.B. Glatthafer, Wiesenknaulgras, Straußgras, Wiesenrispengras oder Wiesenschwingel.

Montag, 19. Juli 2010

Einwohnerzahl

Laut statistischem Jahrbuch hat Dresden per 31.12.2009 eine Einwohnerzahl von 517.052. So viele Einwohner hatte Dresden seit der Wiedervereinigung nicht mehr! Verantwortlich dafür ist ein Geburtenzuwachs (5.610 Geburten) sowie ein sog. positiver Wanderungssaldo. Dies ist die Differenz zwischen den Zuzügen und den Fortzügen, die in den vergangenen Jahren zu Gunsten der Stadt mit einem Plus von 4.226 zu Buche steht. Somit stieg die Einwohnerzahl innerhalb eines Jahres um 4.818 Personen.

Samstag, 17. Juli 2010

Dresdner Filmnächte

Seit 20 Jahren finden am Elbufer vor der wunderschönen Altstadtkulisse die Dresdner Filmnächte statt. Dieses Jahr werden 63 Filme vorgeführt, darunter eine Premiere sowie eine Weltpremiere. Weiterhin werden 9 Konzerte und 4 Partys stattfinden.
Die Karte für Filmvorstellungen kostet 7 €, montags am DREWAG Kinotag nur 6 €, für Partys jedoch 10 €.
Neu dieses Jahr ist die sog. Filmnächte Wohnzimmer Aktion. Dann kann man sich auf bequemen Polstern gemütlich niederlassen und sich wie zu Hause fühlen. Die Bewerbung erfolgt per Internet und wird dann per Zufallsgenerator ausgesucht, wenn man vorher eine Filmfrage richtig beantwortet hat. Dazu bekommen die Gewinner noch freien Eintritt und einen Begrüßungsdrink.
Enden werden die Filmnächte am 12. September 2010.
www.filmnaechte.de

Dienstag, 13. Juli 2010

Der frühe Vermeer

Die Sonderaustellung findet in der Gemäldegalerie Alte Meister vom September bis November 2010 statt.
Die Gemäldegalerie Alte Meister besitzt 2 Werken des holländischen Meisters Jan Vermeer, aus seinen Anfangszeit und seiner Blütezeit. Diese werden mit Leihgaben erweitert. In Zusammenarbeit mit der TU Dresden erarbeitet man ein spannendes Ausstellungskonzept, die uns Einblicke in die Entstehung von Vermeers Bildwelten vermitteln werden.

Triumph der blauen Schwerter

Meißner Porzellan für Adel und Bürgertum
Die Sonderaustellung findet im Japanischen Palais vom 08.05. bis zum 29.08.2010 statt.
August der Starke gründete 1710 in Meißen die erste europäische Porzellanmanufaktur. Aus Anlass des 300 jährigen Jubiläums wird die Entwicklung und Verbreitung des Meißner Porzellans dargestellt und dazu noch an einem historischen Ort, dem Japanischen Palais. Hier ließ August der Starke als sein "Porzellanschloss" erbauen.

Zukunft seit 1560

Im Dresdner Residenzschloss findet vom 18.April bis zum 07.November 2010 die Ausstellung Zukunft seit 1560 statt.
Sie widmet sich der Gründung der Kunstkammer 1560 und ihrer wechselvollen Geschichte des Sammels von Kunstgegenständen und der verschiedenen Kunstsammlungen in Dresden von den Kurfürsten und Königen bis zur Gegenwart.

Samstag, 3. Juli 2010

Sächsische Dampfschifffahrt in Dresden

Auf der Elbe verkehren in Dresden 9 historische Schaufelraddampfer, die zwischen 81 und 131 Jahre alt sind, dazu 2 moderne Salonschiffe, benannt nach August dem Starken und seiner Mätresse Gräfin Cosel sowie 2 kleine Motorschiffe.
Angeboten werden durch das Unternehmen 2 Rundfahrten zu Wasser: die Stadtrundfahrt sowie die Brückentour.
Bei der 1,5 stündigen Stadtrundfahrt fahren Sie vom Zentrum der Stadt in Richtung Süden, vorbei an der Baustelle der Waldschlösschenbrücke, den 3 Elbschlössern, durch das Blaue Wunder zum ehemaligen Elbdorf Loschwitz. Dort wendet das Schiff und bringt Sie zurück zum Stadtzentrum. Auf der Strecke können Sie die wunderschönen Villen von Blasewitz und dem Nobelviertel, dem Weißen Hirsch bewundern. Auf der Rückfahrt können Sie den weltberühmten Canaletto Blick auf das historische Stadtzentrum mit der Frauenkirche erleben.
Als 2. Variante können Sie eine 3 stündige Brückentour buchen. Auch bei dieser Tour starten Sie im Zentrum Dresden am Terrassenufer und fahren dann ohne Zwischenstopp elbaufwärts unter 5 Elbrücken hindurch, vorbei an den 3 Elbschlössern, passieren das Blaue Wunder, die Villenviertel Blasewitz und Loschwitz sowie das Schloss Pillnitz. Auch hierbei haben Sie die Möglichkeit den weltberühmten Canaletto Blick auf das historische Stadtzentrum mit der Frauenkirche zu genießen.
Sollten Sie noch Lust haben Dresden zu Fuß zu erkunden, dann buchen Sie einfach einen lizenzierten Gästeführer, der Ihnen viele Details der Stadt- und Baugeschichte näher bringt.

Stadtrundfahrten für Kinder mit dem „Lottchen“

Seit 1991 fährt die Kinderstraßenbahn „Lottchen“ durch Dresden. Bis 2010 fuhren die Gäste im sog. Gotha- Wagen aus den 60-er Jahren, ab Juli diesen Jahres ist das Lottchen in die Haut eines ausrangierten Tatra Wagens aus dem Jahr 1975 geschlüpft. Für ihre neue Aufgabe wurde sie für 30.000 € umgebaut; die mittlere Tür wurde entfernt, sodass nun 38 Fahrgäste im Lottchen Platz finden.
Gern wird sie für Kindergeburtstage oder Schuleinführungen gebucht. Eine Fahrt mit ihr kostet pro Kind 1,50 €.
Sollten Sie aber noch mehr von Dresden kennenlernen wollen, so bietet sich ein geführter Stadtrundgang mit einem lizenzierten Gästeführer an.