Mittwoch, 27. Januar 2010

Dresdens Rekordfoto besteht aus 26 Gigapixel

An einem kalten Tag im September 2009 kletterte der 44 jährige Holger Schulze von der Firma A.F.B. media GmbH auf das Dach des Hauses der Presse in Dresden um dort mit seiner Kamera Canon 5D mark II etwa 1.655 Vollformatbilder aufzunehmen, was etwa 3.500 Fotos auf einer Kompaktkamera entspricht. Da es für Fotoapparate noch keine so großen Speicherkarten gibt, wurden die Fotos direkt auf das Notebook gespeichert. Dabei lag ihm die Zeit im Nacken, denn der Lauf der Sonne veränderte die Lichtverhätnisse.
Vom Dach aus gesehen beginnt das Bild auf der linken Seite mit Blick in den Norden Dresdens zum Ostragehege. Weiter nach rechts blickend, sieht man das moderne Internationale Kongress Zentrum, anschließend die historische Innenstadt mit der katholischen Kathedrale, dem Residenzschloss mit seinem neuen modernen Dach, der Frauenkirche mit dem Neumarkt. Im Hintergrund ist der Fernsehturm zu sehen und am Horizont die Silhouette der Sächsischen Schweiz. Bein Heranzoomen kann man viele kleine Details erkennen.
Die Bearbeitung dieser Menge an Bildern hat nochmals über 100 Arbeitsstunden gedauert und wird ständig weiter entwickelt. Die wichtigsten Gebäude wurden inzwischen namentlich hinterlegt.
Über 3 Millionen Gäste haben sich schon im Internet eingeloggt um das derzeit größte Foto der Welt anzuschauen. Große renommierte Tageszeitungen haben darüber berichtet wie die „Washington Post“ und das Echo dazu ist überwiegend positiv.
Aber all dies kann man natürlich auch live erleben bei einer Stadtführung.

typisch sächsischer Sandstein

Wenn Touristen das erste Mal nach Dresden kommen, dann hört man oft den Satz: "Dresden ist wunderschön, aber es sieht so schmutzig aus!"
Das Baumaterial aus dem die Stadt errichtet wurde ist größtenteils Sandstein, denn in der Nähe befindet sich das Elbsandsteingebirge, wo das Baumaterial abgebaut wird. Der große Vorteil in der Vergangenheit war die Elbe, die sich mitten durch das Gebirge zieht und idealerweise als Transportmittel diente. So wurden in Meißen der Dom, in Torgau das Schloss und viele repräsentative Gebäude in Berlin aus unserem Sandstein errichtet. Sogar das Hamburger und Bremer Rathaus besteht teilweise aus sächsischem Sandstein und in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen das Schloss Fredericksburg. Es ist ein gutes hartes Baumaterial, nur legt sich mit der Zeit eine dunkle Patinierung wie ein Film auf die Oberfläche und macht den Sandstein so dunkel. Grund dafür sind ausgeschwemmte Eisenoxidverbindungen. Es ist also ein Alterungsprozess und so wie wir Menschen altern, altert eben auch der Sandstein. Technisch besteht keine Notwendigkeit zur Säuberung, höchstens ästhetisch.
Wenn Sie aber noch mehr über den Sandstein und andere Dinge in Dresden wissen wollen, so empfehle ich Ihnen einen ganz speziellen Stadtrundgang.

Montag, 25. Januar 2010

Im Mai 2010 ist Dixieland

Jedes Jahr im Mai regiert in Dresden ein Wochenende lang die Dixieland-Musik. Was 1971 mit einem Konzert im Dresdner Kulturpalast begann, ist heute ein die ganze Stadt ergreifendes, musikalisches Großereignis, was Niemand versäumen möchte. Ob bei der Streetmusik auf der Prager Strasse, zur Parade oder beim gehobenen Konzert für den geschulten Dixieland-Experten, das Festival hat für Alle was zu bieten. In diesem Rahmen gestaltet auch die Kig Dresden e.V., ein Verein mit 20 Kulturliebhabern, seit 1981 die Veranstaltung „Jazz im Boxring“, wo Jazz und Dixieland eine sportliche Note erhalten, denn es wird vom einem Boxring aus musiziert.
Im Laufe der Jahre, als zum Festival die Jazzbands knapp wurden, hat die Kig sich selbst um den musikalischen Inhalt im Boxring gekümmert. Daraus entwickelte sich eine ganze Reihe neuer Veranstaltungen, wie die abendliche Dixieland-Dampferfahrten auf der Elbe, spirituelle Gospelmusik in der Dreikönigskirche oder die Insider-Partys im Jugendstil-Ballsaal des Gare de la Lune. Damit erweiterte sich auch in der Musik das Spektrum, hin zu Gospel, Blues, Swing und BoogieWoogie. Der eigene Charakter der Kig-Veranstaltungen sorgte immer für eine gute Publikumsressonanz, so dass es heute schon ein eigenes Festival im Festival darstellt. Es gibt Stammkunden, die seit 29 Jahren jeden „Jazz im Boxring“ erlebt haben, neue Fans aus westlichen Bundesländern oder ehemalige Sachsen, die extra zum Dixieland Festival zurück kehren und seid mehr als 5 Jahren rollt ein Bus aus Dänemark mit über 70 Jazz-Experten heran, um Dresden und den Dixieland zu genießen.
Im Jahr 2010 ist das Programm umfangreich: 40 Jahre Dixieland Festival, zum 30. Mal „Jazz im Boxring“ und jede Menge Veranstaltungen. Vom 8. bis 16.Mai 2010 stehen bei der Kig traditionelle Höhepunkte im Mittelpunkt. So im Ammonhof mit „Jazz im Boxring“ und „Dixie-Variete“, dem Konzert in der Dreikönigskirche „Jazz Gospel Dixieland“, die Dixieland-Dampferfahrten. Die RiverboatControlDixieParty oder die SwingDanceNight, wo 200 junge Workshop-Tänzerinnen und Tänzer der Hepcats zeigen, wie schweißtreibend Swing sein kann. Musikalische Extraklasse für Swing, Jazz und Dixieland hat sich bei der Kig angesagt, von der Paul Harrison Band (GB/DK/ZB) mit der afrikanischen Gospelqueen Miriam Mandipira aus Zimbabwe, die Carling Bigband aus Schweden mit Gunhild Carling, die Dutch Dixieland All Stars (NL) mit Bas van Gestel, die dänischen Band Spirit of New Orleans von Preben Nissen, die dieses Jahr ihr 20. Jubiläum beging und die Mardi Gras Jazzband (NL) als Marschingband. Alle Bands pflegen mit der Kig über Jahre enge Beziehungen. Dies schlägt sich in der Bandbesetzung und Bühnenprogramm nieder, wo man schon etwas Besonderes bieten will. Das Publikum nimmt es mit Freuden an, der Stimmung tut es gut. Auch einheimische Musiker kommen nicht zu kurz, das Frank Muschalle Trio bringt den BoogieWoogie ein, die Dresdner HSK-Bigband spielt den Swing und die Combo Gurilly sorgt für Stimmung und Unterhaltung direkt an der Basis. Nur nach Tschechien sind die Beziehungen noch nicht ausgereift. Für eine interessante, junge Band wäre schon noch Platz im Festival. Vielleicht fühlt sich eine Band angesprochen und nimmt Kontakt zur Kig auf.
Falls Sie trotz der vielen Dixieveranstaltungen noch etwas Zeit für die Schönheiten der Stadt haben, so bietet sich ein geführter Stadtrundgang durch die historische Altstadt an.

Sonntag, 17. Januar 2010

Neues Grünes Gewölbe

Ein Besuchermagnet im Neuen Grünen Gewölbe zu Dresden ist der Kirschkern. Den soll um 1589 der kaiserliche Rat Christoph von Loß zu Pillnitz dem damaligen Kurfüsten von Sachsen Christian I. geschenkt haben. Damals zählte man akribisch nach und kam darauf, dass ein unbekannter Künstler unter der Lupe 185 kleine Köpfe von geistlichen und weltlichen Ständen geschnitzt haben soll. Heute hat man mit moderner Technik noch mal nachgezählt und es sollen nur 113 Köpfe sein. Trotzdem, wenn man bedenkt, dass man im 16. Jahrhundert noch kein elektrisches Licht hatte und es auch nicht so gute Lupen gab, wie die, durch die man den Kirschkern heute bewundern kann.
Was muss der Meister für gute Augen und für ruhige Hände gehabt haben!

Dynamostadion

Seit September 2009 hat Dresden ein neues Fußballstadion. Über 30.000 Fußballfans finden darin Platz. Angeblich ist es das steilste Stadion in Deutschland, sodaß man als Zuschauer von jedem Sitzplatz eine gute Sicht auf das Spielfeld hat. Die gelben Klappsitze fertigte die Firma sedasport in der slowakischen Stadt Myjava. Nicht nur die gelben Dynamositze in Dresden kommen aus der Slowakei, sondern auch die Sitzplätze für die Fußballstadien von FC Schalke 04, SC Slávia Praha, Slovan VAjax Amsterdam, MSV Duisburg und dem Eurospeedway Lausitzring.